Gespräch über das Leben „Frauen müssen die absoluten Idealgeschöpfe sein. Das ist eine Gemeinheit“

„Frauen müssen die absoluten Idealgeschöpfe sein. Das ist eine Gemeinheit“

Frau Nüsslein-Volhard, Sie stehen immer noch ziemlich einsam an der Spitze der deutschen Wissenschaft. Trotzdem sagten Sie, dass Sie kein Fan der Frauenquote sind.
Im Moment werden Frauen in die Forschung berufen nach dem Motto: Egal, was sie machen oder erreichen können – Hauptsache, wir krallen uns wieder eine und erfüllen die Quote. „A recent catch“, die ist uns ins Netz gegangen, ist da gern die Ausdrucksweise. Wir sind doch keine Preiskühe. Ich habe die Tendenz, manchmal etwas zu frech und salopp zu formulieren, aber ich meine es ganz ernst. Da werden Frauen nur eingeladen, damit man sagen kann: 30 Prozent waren dabei. Die werden nichts, aber einladen müssen wir sie. Das ist doch eine grauenvolle Beleidigung.
Warum werden die nichts?
Weil die Jobs hart sind und die Kollegen nicht zimperlich. Die haben Gattinnen zu Hause, die ihnen alles abnehmen. Solche Männer sind die Konkurrenz. Und die Gesellschaft ist gnadenlos. Sie will nicht nur, dass Frauen Führungspositionen haben, sie sollen auch die idealen Mütter und hervorragende Gattinnen sein, toll aussehen und das soziale Gefüge im Institut betreuen. Frauen müssen die absoluten Idealgeschöpfe sein. Das ist eine Gemeinheit ... 

Den ganzen Text lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von BRIGITTE WIR. Außerdem in dieser Ausgabe: 

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Generationenwechsel: Heidrun Hinzpeter ist Ziehmutter in einem Kinderdorf, jetzt geht sie in Rente – und ihre Tochter übernimmt 


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