Psychologie Wir meinen es ja nur gut

Wir meinen es ja nur gut

Es kommt nun mal der Tag, unweigerlich, an dem unsere Kinder uns mit anderen Augen sehen. Weil sie, reif und erfahren wie sie sind, sich stärker fühlen. Stärker als wir, ihre Eltern, deren Lebenserfahrung von gestern ist, wie sie glauben, ihre hingegen sei von heute. So verschieben sich allmählich die Machtverhältnisse – jedenfalls in den Köpfen unserer Kinder. Natürlich meinen sie es oft tatsächlich gut. Erwachsene Kinder möchten uns helfen, uns etwas zurückgeben. Und manchmal können wir von ihrem Wissen auch profitieren. Sollten wir daher nicht einfach dankbar sein, dass sie uns Rat geben, uns sogar Entscheidungen abnehmen wollen? Kann es gar sein, dass sie heute besser wissen als wir, was richtig ist für uns? „Nein“, sagt Renate Daimler, Coach für Persönlichkeitsentwicklung und Buchautorin. „In dem Wort Ratschlag steckt der Schlag mit drin. Niemand hat das Recht, mir Ratschläge zu geben, um die ich nicht gebeten habe.“ Wohlmeinende Bevormundungsversuche häufen sich ihrer Meinung nach, weil Älterwerden in der Gesellschaft als ein „Abbauprozess“ betrachtet wird, der Fertigkeiten und Fähigkeiten nimmt. Dabei ist es genau umgekehrt: „Nur, was wir nicht nutzen, verkommt und bildet sich zurück. Dafür hat die Hirnforschung jede Menge Beweise geliefert“, erklärt Renate Daimler.

Den ganzen Text lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von BRIGITTE WIR. Außerdem in dieser Ausgabe:

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